Freitag, 4. August 2017

KW 30+31/2017

Nun wird es endlich mal wieder Zeit, dass ich hier die letzte Zeit zusammenfasse.

KW 30
Diese Woche fing mit dem Ulmer Schwörmontag an, den wir wie jedes Jahr bei uns eigentlich draußen feiern. Leider hat das Wetter nicht so ganz mitgespielt. Gegrillt wurde zwar auf der überdachten Terrasse, gegessen wurde aber dann doch lieber im Haus.

Trotzdem war es feucht-fröhlich und es wurde wie eigentlich immer am Ulmer Feiertag recht spät.


Im Laufe der Woche hat sich dann mein linkes Bein mit einem leichten Ziehen auf der Beinrückseite bemerkbar gemacht. Da ich am folgenden Montag zur Tochter nach Düsseldorf fahren wollte, bin ich am Donnerstag noch zum Hausarzt, wo aber (noch) nichts Konkretes festgestellt werden konnte. Da ich in meinem Leben, um genauer zu sagen vor inzwischen fast 30 Jahren, in meinem rechten Bein mit eine Thrombose aus heiterem Himmel zu tun hatte, wurde in der Hausarztpraxis sogar noch eine Sonograpie (allerdings nicht mit einem Gerät wie es die Spezialisten haben) ohne Befund vorgenommen. Wenn die Beschwerden anhalten, soll ich mich wieder melden, wenn ich aus Düsseldorf  zurück bin. Am Freitag haben wir dann noch den Geburtstag einer Freundin gefeiert. Mein Bein wurde zwar nicht schlimmer, aber das Spannungsgefühl bestand weiterhin.

KW 31
Also bin ich dann am Montag, wie schon länger geplant, mit dem ICE nach Düsseldorf gefahren, habe aber für den Donnerstag Abend, wieder zurück in Ulm, doch noch einmal einen Termin beim Arzt fest gemacht. Als dann am Dienstag morgen das Bein zusätzlich dick wurde, haben die Tochter und ich beschlossen, lieber sofort einen Arzt aufzusuchen. Bei den niedergelassenen Ärzten war kein Termin zu bekommen und wir wurden daher an die Ambulanz des nächsten Krankenhaus in Gerresheim verwiesen.


Dort wurde dann doch eine Thrombose diagnostiziert und die Venen in meinem Bein waren so interessant, dass es sich der Oberarzt ansehen musste und dieser dann noch eine 'Unterrichtsstunde' für den Ärztenachwuchs  einschob. Einer durfte sogar noch feststellen, ob er bei der Sonographie die betroffenen Stellen (ja, es sind mehrere) auch findet. Ich fand das ok, auch wenn ich dadurch in Summe bestimmt 4-5 Stunden als Patient in der Notaufnahme war. Es wurde sogar diskutiert, ob ich im Krankenhaus bleiben muss, ich durfte dann aber doch nach der üblichen Einleitung der Behandlung (Kompressionsverband, Gerinnungshemmer) mit allen Unterlagen für die Weiterbehandlung wieder gehen.

Da ich mich ja trotzdem bewegen soll, waren wir noch kurz in Benrath beim Schloss und Kinderstoffe einkaufen.


Da ich mit dem eingebundenen Fuß nicht so gut gehen konnte, konnte ich mir diesen schönen Park, der bis zum Rhein hinunter reicht, leider nicht genauer ansehen. Vielleicht ergibt sich ja noch einmal eine Gelegenheit.

Zurück in Ulm, war ich dann gestern zunächst noch beim Hausarzt und heute morgen beim Venenspezialist. Nun habe ich am linken Bein einen stabilen Zinkverband, einen ausreichenden Vorrat an Arznei und ein Rezept für Kompressionskniestrümpfe.  Ich soll mich ausreichend bewegen, darf Fahrrad fahren und in 'normalem' Umfang Sport betreiben. (Ich gehöre sowieso nicht zu den Leistungssportlern...)

diese Sandalen passen wenigstens auch mit Verband

Alles ist irgendwie ein 'Déjà-vu-Erlebniss' von vor 30 Jahre, nur dass inzwischen auch ambulant behandelt wird und es neuere Medikamente gibt.

Sollte es bis Sonntag noch etwas Neues geben, mache ich hier noch einen Nachtrag zum Wochenbericht. Aber ich hoffe doch, dass ich dann beim nächsten Wochenbericht wieder Erfreulicheres berichten kann.

Kommentare:

  1. Liebe Bellana,

    das tut mir ja leid und ich wünsche Dir schnellstmöglich gute Besserung. Zum Glück hatte ich damit bis jetzt noch nie etwas zu tun. Aber man weiß ja nicht. Kann auch noch kommen.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  2. Ui, das liest sich nicht so gut. Und ich weiss, von was du schreibst, denn ich hatte schon zweimal eine Lungenembolie. Ich wünsche dir gute Besserung, und bitte trag dir Sorge.
    Herzlich, do

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    1. Da es nun zum zweiten Mal einfach so passiert ist und jetzt beide Beine Problembeine sind, lautet nun die Empfehlung, dass ich den Blutgerinnungshemmer lebenslang nehmen soll. Schau mer mal...

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    2. Den Gerinnungshemmer zu schlucken empfinde ich jetzt nicht so schlimm. Naja, alle sechs Wochen der Arzttermin zur Überprüfung ...
      Schlimmer empfinde ich die Kompressionskniestrümpfe bei diesen Temperaturen. Manchmal schon quälend, da ich ohnehin noch nie kalte Füsse hatte.

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    3. Die Ärzte in der Klinik haben mir ein neues Medikament gegeben, das wie ich inzwischen gelesen habe, ziemlich umstritten und auch teuer ist. Die Überprüfung ist hier nicht mehr notwendig, das ist ein Vorteil, aber es gibt bei einer Blutung aktuell noch kein geeignetes Gegenmittel auf dem Markt. Darüber wurde ich leider nicht aufgeklärt. Vermutlich hätte ich mich dann für den bisherigen Klassiker entschieden.

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  3. Liebe Bellana,
    ich wünsche Dir gute Besserung. Bei der Hitze gerade ist es sicher besonders unangenehm die Kompressionsstrümpfe zu tragen. Hoffentlich geht es Dir bald wieder besser.
    Grüßle Sabine

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  4. Mit so einer Trombose ist auch nicht zu spaßen, dann lieber zum Arzt. Ich hoffe, es geht dir inzwischen schon etwas besser, wenn es auch noch dauern wird.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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