Dienstag, 30. September 2014

Rost #6




Natürlich findet man auch auf einer Gartenschau etwas Rostiges. Für Frau Tonari habe ich daher rostige Eheringe festgehalten. Es ist tatsächlich möglich, auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd in einem 'grünen Trauzimmer' zu heiraten. Die rostigen Ringe stehen dort zur Dekoration.



Das grüne Trauzimmer:



Wie viele Trauungen hier wohl stattgefunden haben?



Hier hat vermutlich aber keines der Paare die Hochzeitsnacht verbracht.....





Montag, 29. September 2014

alte Handtaschen entsorgen oder ......

Wer alte Handtaschen nicht wegwerfen möchte:






Gesehen auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd.

Und eine Holzfassade kann man auch so verschönern:


Sonntag, 28. September 2014

Landesgartenschau

Wie jedes Jahr habe ich genau einen Tag vor meiner Mutter Geburtstag. Da sie dieses Jahr 90 Jahre alt geworden ist und wir dieses Ereignis gestern gebührend gefeiert haben, haben wir am Freitag den Tag statt zu hause auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd verbracht.

Da auch das Wetter mitgespielt hat, war es genau die richtige Entscheidung. Diese Landesgartenschau hat wirklich viel zu bieten, auch wenn es Ende September nicht mehr so üppig blüht. Das Gelände ist zweigeteilt in den 'Himmelsgarten' (in einem höher gelegenen Teil der Stadt) und das 'Erdenreich' im Stadtzentrum. Dazwischen liegt ein in die Landesgartenschau integriertes Waldstück mit der 'Himmelsleiter'. Außerdem verkehrt zwischen den beiden Bereichen ein Pendelbus, da nicht jeder Besucher in der Lage ist, diese 2,5 km lange Verbindungsstrecke zu bewältigen.

Wir haben im 'Erdenreich' geparkt und sind mit dem Bus hinauf zum 'Himmelsgarten' gefahren.



Direkt beim Eingang gibt es einen Aussichtsturm (209 Stufen), der von oben einen fantastischen Überblick über das Gelände ermöglicht.





Blick hinunter nach Schwäbisch Gmünd (ins 'Erdenreich')
Nach einer ausführlichen Runde über das Gelände des 'Himmelsgarten'




ging es dann die 'Himmelsleiter' hinunter ins 'Erdenreich'.



Es ist wohl das erste Mal, dass ein bestehender Wald in eine Gartenschau integriert wurde. An den steileren Stellen sind Bretterstege angelegt worden, damit es auch z.B. mit einem Kinderwagen möglich ist, dort hinunter zu wandern. An einem Teil der Strecke führt parallel zum Weg eine Kugelbahn entlang, Holzkugeln dafür können oben an einem Automaten für 20 Cent erworben werden. Ich habe so einige Kinder beobachtet, die begeistert ihre Kugel immer bis zur nächsten Absperrung rollen ließen. Da es für die Kleinen an der Strecke auch noch weiter Attraktionen gibt, wird dieser Weg sicher für niemanden langweilig....


Ganz oben in den Baumwipfeln ist für die Mutigen sogar ein Hochseilgarten angelegt worden.



Unten im 'Erdenreich'  wurden neben dem schön hergerichteten Stadtpark noch verschiedene Ausstellungen zur Besichtigung angeboten.



Eigentlich sollte man im Anschluss noch eine Rundgang durch die Altstadt von Schwäbisch Gmünd machen, aber wir waren dafür dann einfach zu müde. Vermutlich kann man auf dieser Landesgartenschau mehrere Tage verbringen, bis man alles Sehenswerte entdeckt hat.

Samstag, 20. September 2014

Südfrankreich - letzter Teil

Nun sind wir schon seit einer Woche wieder daheim und die erste Arbeitswoche habe ich auch schon wieder hinter mir.

Es fehlen vom Urlaubsbericht noch die Ausflüge per Auto. Zunächst also das 16 km entfernte Sète, das wir sowohl mit dem Rad als auch per Auto besucht haben.

Als wir mit dem Auto unterwegs waren, haben wir bereits etwas außerhalb der Stadt geparkt. Diese bemalten Wellerbrecher entdeckt man nur, wenn man zu Fuß in die Stadt hinein geht.




Sète wird auch als Klein-Venedig im Languedoc bezeichnet, warum das sieht man hier.


Da die Stadt von vielen Kanälen durchzogen wird, gibt es mehrere dieser Hebebrücken, die immer mal wieder hochgezogen werden, damit die Boote passieren können.

Als wir der Stadt an einem Sonntag einen Besuch abgestattet haben, dachten wir, wir sehen nicht richtig. In ganz Sète standen auf jedem freien Fleck Motorräder, eine Harley neben der anderen.
Auf Plakaten lasen wir dann, dass sich an diesem Wochenende ca. 1500 Biker aus ganz Frankreich hier treffen.



Da am darauffolgenden Montag das Wetter immer noch durchwachsen war, haben wir einen neuen Anlauf genommen,  endlich einmal wieder nach >>>Pézenas<<< zu fahren.  Da es letztes Jahr keinen einzigen freien Parkplatz gab, hatten wir darauf verzichtet, dieses Jahr nun hatten wir an einem Montagvormittag mehr Glück. Traditionell sind in französischen Städten die Geschäfte montags geschlossen und die Künstler, darunter viele Maler, öffnen ihre Läden sowieso erst nach und nach gegen Mittag. So ging es in den Gassen noch recht ruhig zu und nicht so bunt wie gegen Abend.

Diese alte Kleinstadt ist durch seine vielen historischen Gebäuden trotzdem sehr sehenswert.









Da wir noch einkaufen wollten (die Einkaufszentren haben natürlich auch montags offen) sind wir anschließend nach >>>Béziers<<<, der größten Stadt dieser Region, gefahren. Viele alte Gemäuer gibt es auch dort, nur sind die Gebäude höher und die Plätze größer.




Es waren wieder zwei schöne Wochen im Süden Frankreichs und ich gehe davon aus, dass wir nicht das letzte Mal dort waren....



à bientôt....

Dienstag, 16. September 2014

Südfrankreich - Teil 2

Unser erster Weg per Rad ging hinüber nach Marseillan-Ville, um eine Runde über den wöchentlichen Markt zu drehen. Es gibt dort ein wunderschönes Stück Radweg  am >>Étang de Thau<<  entlang.

Glitzerwasser des Étang de Thau

Markt in Maseillan

Von dort kann man auch weiterradeln durch die Weinfelder direkt nach Agde. Die Weinlese war voll im Gange, in der Nähe der Abgabestellen in Marseillan fuhr man quasi mit dem Rad durch den Traubensaft auf der Straße.



Rund um Agde waren wir mehrmals unterwegs.


Cap d'Agde



Flussmündung des Herault

Bei einer dieser Touren hat es mich dann erwischt:



Auf einem geschotterten, reichlich staubigen Weg bin ich in einer tiefen Spur im Schotter mit dem Rad hängengeblieben und seitlich weggerutscht. Eigentlich habe ich Glück gehabt, der Arm war nur aufgeschürft (hat aber später ziemlich genässt) und der Oberschenkel / die Hüfte war nur geprellt. Ich denke, dies war genau die Stelle, die bei alten Menschen zum gefürchteten Oberschenkelhalsbruch führen kann. Meine Knochen sind scheinbar doch noch recht stabil. An den nachfolgenden Tagen war weder die Fortbewegung per Rad noch zu Fuß ein Problem, lediglich das Liegen auf der linken Seite war etwas ungemütlich.

Die beiden Tage nach diesem Malheur waren dann sowieso die ohne blauen Himmel, daher war ein Ausflug mit dem Auto angesagt.

***

Fortsetzung folgt

Sonntag, 14. September 2014

Südfrankreich - Teil 1

Wie erhofft hatten wir bis auf wenige Stunden noch einmal Sommer. Gestartet sind wir noch bei Regen, aber je weiter wir nach Frankreich hinein fuhren, umso besser wurde das Wetter. Da wir die gut 1100 km mit dem Wohnwagen nicht an einem Tag schaffen können, übernachten wir einmal unterwegs. Mein Mann liebt es auch, immer mal wieder von der Autobahn auf die Landstraße zu wechseln, da dann die Fahrerei nicht so eintönig wird. Wir fahren also in der Regel quer durch Frankreich und hatten dieses Mal in Paray-le-Monial genug. Es hat abends gerade noch gereicht, einen kleinen Rundgang bei Tageslicht in dieser hübschen alten Stadt zu machen.

Paray-le-Monial

Am nächsten ging es weiter nach Vichy und dann wieder auf der Autobahn A75 (La Méridienne) direkt Richtung Süden. Bei Vichy ging es aber etwas langsamer als erwartet vorwärts, da dort an diesem Wochenende ein Triathlon mit vielen Teilnehmern stattfand. Sogar auf dem Weg zur Autobahn wurden wir an einer Kreuzung noch einmal angehalten.

Triathlon

Nachmittags hatten wir dann unser Ziel erreicht und da es genau der Samstag war, an dem ganz Frankreich vom Meer wieder nach Hause fährt, konnten wir uns auf dem Campingplatz einen Stellplatz nach Wunsch aussuchen. Erstaunlicherweise hat sich der Campingplatz anschließend mit überwiegend Deutschen fast wieder komplett gefüllt. In Baden-Württemberg und Bayern waren ja noch Sommerferien und trotz der weiten Entfernung sind dieses Jahr mehr (vor allem Badenser) als sonst nach Südfrankreich gefahren. Im Prinzip waren auch alle zu mietenden Mobilhomes belegt.

Das Mittelmeer ist halt immer wieder schön....

Strand direkt am Campingplatz

Da wir ja schon mehrmals in Marseillan auf dem Campingplatz waren, ist dieser Urlaub eher zur Entspannung gedacht und das Auto wird nur bewegt, wenn Vorräte im Supermarkt aufgefüllt werden müssen oder das Wetter nicht mitspielt.

Die meisten Tage sind ungefähr nach folgendem Schema abgelaufen:


  • Nach dem Frühstück setzen wir uns auf die Fahrräder und sind dann so 2 bis 3 Stunden in der Umgebung unterwegs.

      
    Radweg am Etang d'Thau
    von Marseillan-Plage nach Marseillan-Ville



     @ Rana
     Es gibt einen tollen, wegen der in Frankreich  üblichen Rennräder geteerten Radweg zwischen  Marseillan-Plage und Sète  (ca. 16 km) direkt am  Meer entlang.
     Außerdem gibt es weitere verschiedene  Möglichkeiten rund um  Marseillan-Plage,  Marseillan, Agde, Le Grau d'Agde und Le Cap  d'Agde. Informationen und Kartenmaterial dazu gibt  es in den jeweiligen Touristeninformationsbüros.


















  • Zurück auf dem Campingplatz gibt es eine Kleinigkeit zu essen (z.B. belegtes Baguette und Obst)


  • Anschließend geht es zum Strand und zur Abkühlung ins Meer. Es wird gefaulenzt und gelesen. Spätestens nach 3 Stunden muss ich trotz Sonnenschirm aus der Sonne, damit ich keinen Sonnenbrand bekomme.



  • Nun ist im Schatten ein Kaffee fällig. Bis zum Abendessen wird wieder gelesen oder gestrickt.




  • Nach dem Abendessen gibt es noch einen Verdauungsspaziergang durch die Straßen von Marseillan-Plage mit den Souvenir- und Billigklamottenständen und den zahlreichen Imbissen und Restaurants.

  • Je nach Temperatur gibt es zum Abschluss noch ein Glas Rotwein vor oder im Wohnwagen. Da es täglich für 4 Stunden freies Internet gibt, werden noch die Nachrichten angeschaut und die Wetterlage für die nächsten Tage gecheckt. Es gab aber keinen einzigen Tag, an dem wir die 4 Stunden voll ausgenutzt haben.
     
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Demnächst geht es weiter mit Bildern von den Radtouren und unserem Ausflug per Auto.

Samstag, 13. September 2014

Schon wieder vorbei....

Wie schnell doch diese zwei Urlaubswochen wieder vorbei gegangen sind. Heute um die Mittagszeit waren wir nach einer Übernachtung auf dem Campingplatz in Belfort wieder zurück im kühlen Deutschland. Inzwischen ist der Wohnwagen ausgeräumt, aber natürlich noch nicht wieder alles aufgeräumt und die Heizung eingeschaltet (!). Ab morgen wird dann gewaschen, heute habe ich lieber zunächst einmal die Bilder von der Kamera geholt. Da wir wie letztes Jahr in Marseillan am Mittelmeer waren, sind es nicht allzu viele neue Motive, aber einen kleinen Reisebericht werde ich trotzdem wieder zusammenstellen. Hier zunächst mal eine einzelne Aufnahme mit Blick auf das Cap d'Agde.